02.03.2010
Pressekonferenz zur Rostkulur 2010

 

Bratwurstfeuer für die Rostkultur entzündet

Holzhausen. (tlz) Die olympische Flamme von Vancouver ist zwar erloschen, aber das Bratwurstfeuer in Thüringen schon mal entzündet. Mit königlichem Beistand setzten die Freunde der Thüringer Bratwurst gestern am Deutschen Bratwurstmuseum in der Wachsenburggemeinde Holzhausen ein Zeichen, heizten den Rost an und stimmten so ein auf den offiziellen Start der Grillsaison im Freistaat am 20. März. Auf dem Erfurter Domplatz soll dann mit der Devise "Thüringen glüht auf" beim riesigen Spektakel der "Rostkultur 2010" mit tausenden Besuchern die Brätel-Saison eingeläutet - pardon - angefacht werden. Mit einer Prominenten-Staffel wird das Bratwurstfeuer dafür von Holzhausen aus über Arnstadt zur "Rostkultur" auf den Erfurter Domplatz gebracht. Die Veranstaltung soll neben den 15. Deutschen Grillmeisterschaften, die Mitte Mai in Gotha zelebriert werden, das größte Grill-Großereignis werden.
In der "Bratwurstmetropole" in Holzhausen, dem Deutschen Bratwurstmuseum, gaben gestern Horst Schubert vom Herkunftsverband Thüringer und Eichsfelder Wurst und Fleisch, Steffi Rudelt (Thüringer Landwirtschaftsministerium) und Thomas Mäuer vom Verein der Freunde der Thüringer Bratwurst einen Vorgeschmack auf die "Rostkultur 2010". Annett Schlenstedt, die amtierende Wurstkönigin im Freistaat, und Thüringens Bratwurstkönig Andreas Henning freuen sich schon auf den gemeinsamen "Rostbratwurstanbiss" mit viel Prominenz. Zahlreiche Feinschmecker-Hoheiten aus ganz Deutschland werden dann in der Landeshauptstadt und in Holzhausen zu einem "kulinarischen Königinnen-Kongress" erwartet.


Grund zum Feiern haben vor allem die Hersteller der inzwischen vier europaweit geschützten Thüringer Wurstspezialitäten. Allein bei der Bratwurst erreichte die Thüringer Fleischbranche durch den Eintrag in das Brüsseler Schutzverzeichnis ein Produktionsanstieg auf das 2,4-fache. 36 000 Tonnen Bratwurst umfasst mittlerweile die Thüringer Produktion - aneinandergereiht reicht diese Menge für 72 000 Kilometer, also 1,8 Mal um den Globus.

Vielleicht gelingt den Thüringern ja nach Rostbratwurst, Leber- und Rotwurst sowie Greußener Salami bald mit dem Eichsfelder Feldgiecker ein weiterer EU-Schutzeintrag. Die Spezialitäten sollen jedenfalls bei der "Rostkultur 2010" buchstäblich in aller Munde sein. Dazu gibt es in Erfurt reichlich Unterhaltung mit viel Musik und Gewinnspiele für die ganze Familie. Und am Museum in Holzhausen locken in der neuen "Bratwurst-Wörld" Attraktionen wie die größte begehbare Bratwurst der Welt.


02.03.2010 Von Dieter Lücke (TLZ)