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Berggutfest in Holzhausen gehört inzwischen zu den Frühjahrstraditionen in der
Messestadt. Am 28. Mai luden Heimatverein und Freiwillige Feuerwehr bereits zum
10. Mal auf das Gelände rund um das Berggut sowie in die Ausstellungsräume ein.
Höhepunkt des Festes war der Einmarsch des Bratwurstkönigs Seine Majestät
Andreas I. aus Holzhausen in Thüringen.

„Das ist ernsthafter, als es im ersten Moment klingt", sagt Marietta Wicke vom
Heimatverein. „Die Thüringer haben in ihrem Holzhausen sogar das erste deutsche
Bratwurstmuseum." Wie Ernst die Gäste die Sache nehmen, bemerkten zuallererst
diejenigen, die ein Bratwurstdiplom erwerben wollten. Denn das begehrte Papier
wurde einem nicht einfach in die Hand gedrückt. Vor der "Graduierung" war ein
Test zu absolvieren.

Wer sich weniger für kulinarische Würden interessierte, für den wurde dennoch
allerlei geboten. Die Akkordeonteufel und die Schüler der Grundschule Holzhausen
gestalten jeweils einen Programmteil. Verschiedene Stände vom Engelsdorfer
Verlag über den Kräuterladen bis hin zum Handschuhmacher warteten auf Besucher.

Strahlende Kinderaugen sah, wer in das Führerhaus des ausgestellten
Feuerwehreinsatzfahrzeuges blickte. Mit Helm auf dem Kopf fühlte sich so mancher
Knirps ganz groß. Viel zu sehen gab es auch beim Autoaufschneiden und dem
Löschen eines kleinen Schuppens. Wer wollte, konnte sich mit einer
Hebevorrichtung der Kameraden in luftige Höhe befördern lassen und sich so einen
Blick auf Holzhausen gönnen.

Bernd Knierenschild, Marietta und Jörg
Wicke vom Heimatverein