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"Schlachthof" in der Buttstädter Straße kämpften 16 Bratwursthersteller aus Ost-
und Mittelthüringen bei der zweiten Apoldaer Bratwurstverkostung um die Gunst
der Jury. In der saßen neben Peter Ducke, Rüdiger Eisenbrand, Wolfgang Hoppe und
Günther Ramthor auch viele Apoldaer, die einfach vom Duft der beiden Roste
angezogen wurden. Wieviel Bratwurst verträgt ein Mensch? Wirt Bernd "Hoppel"
Hasenbein verputzte in seinen besten Zeiten vier hintereinander, bei
Bürgermeister Eisenbrand war nach der zweiten Schluss. Wolfgang Hoppe musste
erstmal nachdenken, bevor er Nagano als den am weitesten von Apolda entfernten
Ort nannte, an dem ihm eine Bratwurst serviert wurde. Extra eingeflogen aus
Thüringen, gebraten allerdings von Japanern.

Und während sich die Jury häppchenweise
durch die 16 Würste aus Niedertrebra, Buttstädt, Jena, Zottelstedt,
Herressen-Sulzbach, Apolda, Bad Sulza, Hermsdorf und Aschara kämpfte, erfuhr man
nebenbei rund um die Wurst. Eine echte Thüringer und Ketschup geht gar nicht.
Das ist der Sündenfall schlechthin. Senf verfälscht zwar den Geschmack, ist aber
in den Augen der Bratwurst-Kenner noch akzeptabel. Unabdingbar ist ein
Holzkohlegrill, von dem die Wurst dann direkt ins Brötchen und mit diesem in den
Magen wandert. Schön heiß und dampfend. Davon gab´s Freitagabend reichlich. Und
nach etlichen Radlern zum Nachspülen stand der Sieger fest. Die Thüfleiwa holte
einen überlegenen Heimsieg.

