05.03.2008
Wursttag auf der Thüringen-Ausstellung 2008

Der 12. Tag der Thüringer Wurstspezialitäten im Überblick

 

Ministerpräsident Dieter Althaus im Gespräch

 

Minister Dr. Sklenar informiert sich

 

Die Wurstkönigin im Mittelpunkt

 

"Es geht um die Bratwurst"

 

Gruppenbild mit Grazie

Allgemeines

  • Erstmals 1997 durchgeführt, durch den Landesinnungsverband des Fleischerhandwerks Thüringen e.V. ins Leben gerufen
  • Seit 1998 fester Bestandteil der Thüringen-Ausstellung in Erfurt
  • Unter der Schirmherrschaft des Ministers für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar
  • Prüfgruppen besetzt durch Juroren aus allen Teilen Thüringens (i. d. R. je ein Fleischermeister, ein Veterinär, ein Berufsschullehrer)
  • Ungeöffnete Zweitproben werden wieder einem karitativen Zweck zugeführt (in diesem Jahr an Stadtmission Erfurt)

 

Teil „Wurstprüfung“:

  • „ältester“ Teil des Tages der Thüringer Wurstspezialitäten, seit 1997
  • Sensorische Begutachtung der Produkte nach den Kriterien
    - Äußerer Zustand des Behältnisses (einfache Wichtung)
    - Aussehen, Farbhaltung, Zusammensetzung (dreifache Wichtung)
    - Konsistenz (doppelte Wichtung)
    - Geruch und Geschmack (vierfache Wichtung)
  • Insgesamt 50 Punkte erreichbar, entspricht Goldmedaille
  • Silber 45 bis 49 Punkte, Bronze 40 bis 48 Punkte
  • Blindverkostung, d.h., Herkunftsbetrieb der Produkte nicht erkennbar
  • Stets große Sortimentsvielfalt
  • Sowohl innovative Produkte als auch traditionelle Erzeugnisse
  • In diesem Jahr 394 Proben aus 81 Betrieben
  • Entspricht einer Probenzunahme von mehr als 12 Prozent
  • Wieder Vergabe eines „Thüringen-Pokals“; Bestandteil der Wurstprüfung
  • 33 Bewerber
  • Besondere Würdigung der traditionellen Erzeugnisse, die den EU-weiten geografischen Schutz genießen
  • Thüringer Rostbratwurst, Thüringer Rotwurst, Thüringer Leberwurst
  • Betriebe müssen festgelegte Spezifikation für diese Produkte einhalten und dies regelmäßig überprüfen lassen, nur dann dürfen die Bezeichnungen verwendet werden
  • Nutzung der Bezeichnungen auch nur für in Thüringen produzierende Unternehmen möglich
  • Für Bewerbung um Pokal mussten alle drei Produkte zur sensorischen Begutachtung angemeldet werden
  • Bewertung erfolgt an fünf gesonderten „Thüringen“-Tischen, an denen die Juroren nur diese Erzeugnisse zu verkosten haben
  • Pokal(e) wird(werden) zum Grillfest des HTW (Herkunftsverband Thüringer und Eichsfelder Wurst und Fleisch e.V.) auf dem Erfurter Domplatz am 24. März 2007 übergeben

 

 

Teil „Lehrlingswettbewerb“

  • Für Auszubildende der Fachrichtungen Fleischer/in und Fleischerei-Fachverkäufer/in
  • Jeweils zwei Arbeiten von jedem Lehrling anzufertigen
    - Fleischer: Herstellung eines rollierten Bratens und Anfertigung von Fleischspießen oder einer Bratenplatte
    - Verkäuferinnen: Anfertigen einer Geschenkidee und einer Bratenplatte oder Kanapees
  • 64 Auszubildende angemeldet (24 Fleischer/innen und 40 Verkäufer/innen)
  • Ebenfalls aus allen Teilen Thüringens
  • Jede Teildisziplin wird extra bewertet, zur Ermittlung der Sieger dann Gesamtpunktzahl

 

Teil „Wurstkönigin“

  • Im Jahr 2000 erstmals Thüringer Wurstkönigin gekrönt
  • Ausschreibung des Landesinnungsverbandes des Fleischerhandwerks Thüringen eV
  • Es wird Wert auf Fachkenntnis gelegt
  • Sowohl Personen, die im Verkauf beschäftigt sind, als auch solche, die in der Produktion tätig sind, dürfen sich bewerben
  • Innungsmitgliedschaft des Herkunftsbetriebes ist erforderlich
  • Krönung immer zum Wursttag
  • Wurstkönigin 2007/2008: Beatrice Döring, 35 Jahre, verheiratet, zwei Söhne
  • Fleischermeisterin, führt gemeinsam mit Ehemann Erik die Fleischerei Uth in Eisenach (war vorher elterliche Fleischerei)
  • Vertritt den Verband zu verschiedensten Anlässen regional, national, international (z.B. Grüne Woche, Verbandstag des Deutschen Fleischer-Verbandes, Präsentationen und Messen in Thüringen, in ganz Deutschland, in Südtirol etc.)

 

Thüringen-Pokal-Sieger

·         2006         Fleischerei Karl Luthardt, Lichte

·         2007         Fleischerei Gerhard Pfauter, Meuselwitz
                     „Die Thüringer“ Rainer Wagner GmbH, Arnstadt

·         2008         Fleischerei Karl Luthardt, Lichte
                     Fleischerei Pfauter GbR, Meuselwitz
                     Metzger Mannheims GmbH, Saalfeld
                     Triptiser Wurstwaren GmbH, Triptis

Ergebnisse

  • 172 Gold, 154 Silber, 74 Bronze
  • Darin enthalten: 39 Gold, 40 Silber, 18 Bronze für die g.g.A.-Produkte
  • „Thüringen-Pokale“ (jeweils drei Goldmedaillen für die drei geschützten Produkte) erhielten:
    Fleischerei Pfauter aus Meuselwitz
    Fleischerei Luthardt aus Lichte
    Metzger Mannheims GmbH aus Saalfeld
    Triptiser Wurstwaren GmbH aus Triptis
  • Lehrlingswettbewerb: Fleischer/innen: 1. Platz – Frank Seifert, Heyder-Burmeister GbR Gehlberg (194 von 200 erreichbaren Punkten)
    2. Platz mit 186 Punkten Anika Schallenberg von der FM Fleischmarkt GmbH Aschara
    3. Platz mit 185 Punkten Nico Häcker von der Fleischerei Thomas Herrmann, Stadtroda
  • Fleischerei-Fachverkäuferinnen: 1. Platz: Susanne Köcher / Triptiser Wurstwaren GmbH (200 von 200 möglichen Punkten),
    2. Platz Anna Voigt von der AG Buchheim-Crossen eG mit 194 Punkten.
    3. Platz mit 193 Punkten Claudia Brandt von der Horst und André Wittig GmbH Stadtroda

 

Links zum Thema
Thüringen Ausstellung

Landesinnungsverbandes des Fleischerhandwerks Thüringen e.V.

 

Presseinformation

des Landesinnungsverbandes des Fleischerhandwerks Thüringen e.V.

zum „12. Tag der Thüringer Wurstspezialitäten“

 

„Bestes aus der Region für die Region“ – unter diesem Motto steht der nun bereits „12. Tag der Thüringer Wurstspezialitäten“.

 

Er findet wieder während der Thüringen-Ausstellung auf dem Erfurter Messegelände am 5. März statt. Diese Veranstaltung soll einmal mehr zum Ausdruck bringen, dass in unserem schönen Thüringen eine liebliche Landschaft eng mit den in ihr produzierten Erzeugnissen verbunden ist.

 

Die Herstellung von Wurst- und Fleischwarenspezialitäten hat in Thüringen eine lange und einmalige Tradition. Vor gut 600 Jahren wird erstmals die Bratwurst urkundlich erwähnt. Dass aber an diesem „Wursttag“ nicht nur Bratwurst zur Begutachtung vorgelegt wurde, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher Wurst- und Fleischwarenspezialitäten, ist ein Zeichen der Entwicklung, die die Herstellung von Thüringer Wurstwaren bis in die heutige Zeit durchlaufen hat. Das wird auch bewiesen durch die hohe Beteiligungsquote der handwerklichen Fleischereien und der industriellen Fleischwarenbranche am Wettbewerb. Durch moderne Fertigungstechnologien und ein ansprechendes Outfit hat die Thüringer Wurst nichts an Popularität eingebüßt. Das Gegenteil ist eher der Fall. Durch den EU-weiten geografischen Schutz sind die Thüringer Produkte gegen billige Nachahmer gesichert.

 

Wieder großes Interesse besteht in diesem Jahr am ausgelobten Sonderpokal für die Betriebe, die mindestens drei Ihrer geografisch geschützten Produkte (Thüringer Rostbratwurst, Thüringer Leberwurst, Thüringer Rotwurst, Greußener Salami) dem strengen Urteil der Juroren unterwerfen. Die Thüringer Innungsfleischer setzen sich ja bekanntermaßen seit jeher für die Erhaltung der Wursttraditionen in der Region ein. Das bewog auch den Landesinnungsverband, der übrigens auch Mitglied im Herkunftsverband Thüringer und Eichsfelder Wurst und Fleisch e.V., dem „Gralshüter“ der oben genannten Markenartikel, ist, für diese Traditionsprodukte den Sonderwettbewerb auszuschreiben. Auf Resonanz trifft er in allen Bereichen unserer Thüringer Wurstlandschaft – es liegen Anmeldungen sowohl von Direktvermarktern, von Fleischerhandwerksbetrieben als auch von Unternehmen der Industrie vor. Die Zahl der Bewerber hat sich nahezu verdreifacht. Der Sieger empfängt seinen Pokal dann zur Eröffnung der Grillsaison am 12. April 2008, einer Veranstaltung des Herkunftsverbandes Thüringer und Eichsfelder Wurst und Fleisch e.V. mit vielen (nicht nur kulinarischen) Höhepunkten, auf dem Erfurter Domplatz.

 

Einen weiteren Höhepunkt des Tages stellt ein attraktiver Plattenwettbewerb dar. Plattenkreationen, wie sie die Fleischer-Fachgeschäfte ihren Kunden anbieten, geben Einblick in Können und Leistungsvermögen der Betriebe. Die Palette reicht dabei vom rustikalen bis zum festlichen Ambiente. Gold-, Silber- und Bronzemedaillen winken am Ende als Lohn der Anstrengung. Die Jury setzt sich in diesem Bereich zusammen aus erfahrenen Fachlehrern, Ausbildern und Fleischermeisterinnen.

 

Zum sechsten Male stellen sich auch Auszubildende Thüringer Berufsschulen einem speziellen Wettbewerb. Sowohl angehende Fleischerei-Fachverkäufer/innen als auch zukünftige Fleischergesellen/innen nutzen hier die Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen und einer breiten Öffentlichkeit zu demonstrieren. Jeweils in zwei Kategorien wird der Wettbewerb ausgetragen. Die Verkaufslehrlinge fertigen eine Geschenkidee an, und als zweites gilt es, eine Platte bzw. Kanapees herzustellen und zu präsentieren. Die Fleischerlehrlinge beweisen ihre Fertigkeiten in der Herstellung eines Rollbratens aus Rindfleisch und fertigen Fleischspieße an oder legen eine Aufschnittplatte, alles ebenfalls Arbeiten, die viel Fingerspitzengefühl erfordern. Damit sollen den Besuchern auch Anregungen weitergegeben und nicht zuletzt Einblick in das vielseitige Tätigkeitsfeld einer Fleischerei-Fachverkäuferin und eines Fleischergesellen geboten werden.

 

Kompetenz und Fachverstand kann man auch den Sachverständigen des Wurst- und Spezialitätenwettbewerbes zusprechen. Erfahrene Tierärzte, Hygieneinspektoren, Fleischermeister und auch Verbraucher bilden hier ein ausgewogenes Gremium, um ein unbestechliches und objektives Urteil über jede der zahlreichen eingesandten Proben abgeben zu können. Die Erzeugnisse werden nach einem genau vorgegebenen Qualitätsschlüssel bewertet. Die mit den höchsten Punktzahlen ausgestatteten Produkte werden dann ebenfalls prämiert. Urkunden und Medaillen winken auch hier den Besten. Als prominentester Verbraucher und Juror fungiert der Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Herr Dr. Sklenar, der Ehrenmitglied unseres Verbandes ist.

 

Eine besondere Augenweide verspricht auch die Präsentation der Meisterschaustücke zu werden. 21 Absolventen unserer 1. Thüringer Meisterschule des Fleischerhandwerks gestalten mit viel Akribie und Mühe Schautische zu selbst gewählten Themen mit selbst hergestellten Produkten.

 

Natürlich darf zu solch einem Tag auch unsere Thüringer Wurstkönigin nicht fehlen. Frau Beatrice Döring aus Eisenach wird zu allen wichtigen Höhepunkten des Tages zugegen sein.

 

Für unsere Besucher steht selbstverständlich wieder ein „Schnuppertisch“ parat, an dem die Möglichkeit besteht, durch kleine Appetitshäppchen den eigenen Gaumen von der hohen Qualität und der Vielfalt der Geschmacksnuancen der hier verkosteten Erzeugnisse zu überzeugen.

 

Und nicht zuletzt sollen an diesem Tage sozial benachteiligte Menschen auch von unserer Veranstaltung profitieren. Daher stellt unser Verband wie auch in den zurückliegenden Jahren ungeöffnete Zweitproben einer karitativen Einrichtung zur Verfügung.

 

Die Thüringer Handwerksbetriebe und die Betriebe der Thüringer Wurstwarenindustrie sind stolz auf die lange Tradition und hohe Fertigkeit in der Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren, so dass man mit Fug und Recht sagen kann, die Moderne schließt die Tradition in keiner Weise aus, sondern ist mit ihr eine gute Symbiose eingegangen, die nach wie vor das Wurstessen zum Genuss werden lässt. Wichtig ist dabei auch die Qualität des Ausgangsmaterials. Daher haben unsere Fleischermeister seit jeher den Kontakt zum heimischen landwirtschaftlichen Produzenten gesucht – denn auch hier gilt das Motto „Bestes aus der Region für die Region“. Dass sich diese Liaison lohnt, dafür spricht die Berühmtheit unserer Fleisch- und Wurstspezialitäten weit über die Landesgrenzen Thüringens und auch Deutschlands hinaus. Unser Bestreben ist es, diesem Anspruch auch in Zukunft Rechnung zu tragen. Wichtig ist uns dabei, das Vertrauen unserer Kunden mit gleich bleibender Spitzenqualität zu behalten. Dazu gehört für uns auch, die Besucher hier an einem solchen Tage einmal ein wenig „hinter die Kulissen“ schauen zu lassen und ihnen zu zeigen, dass wir mit großem Stolz, aber dennoch nicht unkritisch auf unsere Produkte schauen.

 

Das grüne Herz Deutschlandes, das auch Bestandteil unseres Verbandslogos ist, zeigt sich daher heute nicht nur von seiner „landschaftlich grünen“, sondern auch von seiner kulinarischen Seite. Und nicht umsonst sagt man, dass Liebe durch den Magen geht. Dafür möchte der Landesinnungsverband des Fleischerhandwerks Thüringen mit seinen angeschlossenen Betrieben werben. Erkennbar sind diese Betriebe für den Verbraucher nach außen hin durch die rote „F-Marke“ sowie das Verbandslogo, das grüne Herz mit dem weißen Lamm mit Fahne.