Thüringen glüht auf
25.000
Besucher zur ROSTKULTUR 2008 am 12.April 2008 auf dem Erfurter Domplatz
er
Erfurter Domplatz war am letzten Samstag ganz in der Hand der Liebhaber der
Thüringer Rostbratwurst. 20 Mal stiegen die Rauchfahnen von den
Holzkohlerosten der Thüringer Rostbratwurstmacher gen Himmel. Alle möglichen
regionalen Traditionsmuster und Gewürznuancen vom Knoblauch, über Majoran
bis hin zum Kümmel und deren Mischungen untereinander, konnten probiert
werden.
Tausende
Menschen drängten zum Thüros - Riesenrost als die historische Figur Propst
Johann von Siebeleben in Originaltracht das Bratwurstfeuer zum Zeichen der
Eröffnung der Grillsaison 2008, entfachte. Dieses hatte der Propst,
begleitet von 15 weiteren Rennsteigläufern, ganz im Zeichen Olympias vom
Bratwurstmuseum Holzhausen nach Erfurt getragen. Danach gab es durch die
Thüringer Wurstkönigin Beatrice Döring und Landwirtschaftminister Dr.
Sklenar den traditionellen Rostbratwurstanbiss . Es folgte ein buntes
Unterhaltungsprogramm und informative Gesprächsrunden. Der Thüringer
Landwirtschaftsminister und der Thüringer Bauernpräsident überreichten die
Thüringenpokale für die EU - geschützten Thüringer Wurstspezialitäten. Die
Wurstkönigin waltete als Glücksfee ihres Amtes und zog die Gewinner des
Großen Rostbratwurstgewinnspieles. Der Hauptgewinn-eine Woche für 2 Personen
in einem Wellness-Hotel - geht nach Bienstädt im Landkreis Gotha. Bei den
Freunden der Bratwurst konnte das Bratwurstdiplom erworben werden. Viel
Spaß gab es auf dem Wurstrodeo. Durch das Programm führte kompetent und
charmant Claudia Look-Hirnschal vom MDR Thüringen.
Dr.
Horst Schubert
Herkunftsverband Thüringer und Eichsfelder Wurst und Fleisch e.V.
Schmalkalden, 14.April 2008







Heiße Sohlen und glühende Kohlen
Bratwurstfeuer wurde von Fackelläufern vom Bratwurstmuseum auf den Erfurter
Domplatz getragen 17 Rennsteigläufer machten sich am Sonnabend mit dem
„Bratwurstfeuer“ auf den Weg von Holzhausen nach Erfurt, um auf dem Domplatz die
Grillsaison zu eröffnen.
Von Moritz PETERS
Petrus schien Bratwurstfan zu sein, als am Samstagmorgen die Sonne vor einem
strahlend blauen Himmel aufging. Die Läufer hatten in der Nacht zuvor noch
befürchtet, die Fackel könnte bei starkem Regen vielleicht ausgehen. Doch diese
Vermutung erfüllte sich glücklicherweise nicht.
Gestartet wurde, wo sonst, am 1. Deutschen Bratwurstmuseum in Holzhausen. Hier
loderte seit zwei Wochen das Bratwurstfeuer. Das wurde nun, in Anlehnung an die
Fackelläufer bei den Olympischen
Spielen, zu Fuß nach Erfurt getragen. Die Lerchen zwitscherten bereits ihr
allmorgendliches Lied, als es kurz nach halb acht losging. Vorbei am ersten
Bratwurstkreisel der Welt, die Fackel fest in der Hand, ging es auf den
Fahrradweg nach Arnstadt, zur Liebfrauenkirche. Hier hatte vor mehr als 600
Jahren Propst Johann von Siebeleben seine Bratwurstrechnung verfasst − es ist
die erste urkundliche Erwähnung des leckersten Kulturgutes in Thüringen.
Hier trafen die 17 Läufer, alle Athleten haben schon viele Male den
Rennsteiglauf absolviert, auf die Arnstädter Figuren der Pilgerin und der
bekannten Schriftstellerin Marlitt. Auch die Rennsteighexe,
die fester Bestandteil jedes Rennsteiglaufes ist, stieß zu den Fackelträgern.
Doch eine Verschnaufpause gab es nicht, sofort ging es Richtung Gera-Radweg.
Wegen der regnerischen Nacht war der Boden weich, angenehm für die Gelenke. Um
Getränke und Kleidung zu transportieren, fuhr ein Quad als Versorgungsfahrzeug
nebenher. In Molsdorf, bei der einzigen Rast auf der Tour, leistete es sehr gute
Dienste. Noch ein kurzer Blick auf den Streckenplan, wo muss man lang, und schon
ging es weiter.
Die mittlerweile zahlreichen Spaziergänger am Wegesrand applaudierten und
feuerten die Läufer an. Zwischen Erfurt-Bischleben und Hochheim gab es ein
Liveschaltung via Handy auf den Domplatz. Erfurt rückte allmählich in
Augenreichweite, die Spannung bei den Läufern stieg. Am Rathaus angekommen,
wurden sie auch von Trommlern aus Kerspleben in Empfang genommen.
Nun ging es in die Zielgerade, die Marktstraße. Viele Passanten blieben auf dem
Bürgersteig stehen, machten Fotos von diesem einmaligen Spektakel. Endlich auf
dem Domplatz angekommen, wurde mit der Fackel nicht lange gefackelt und mit dem
Holzhäuser Bratwurstfeuer am größten Grill der Welt die Grillsaison feierlich
eröffnet.
Große Begeisterung bei Verein und Läufern, die diese Strecke als Test für den
GutsMuths-Rennsteiglauf sahen, dass alles ohne Problem abgelaufen ist. Und diese
Begeisterung sprang auch auf die zahlreichen Gäste der „Rostkultur“ über: Sechs
neue Mitglieder traten dem Holzhäuser Verein, der mit dem größten Stand bei
diesem Fest dabei war, spontan bei.

siehe auch
Pressespiegel 2008