
lljährlich,
wen sich die Blätter der Laubbäume färben und die ersten Blätter fallen, wird in
Sitzendorf im schönen Schwarzatal der Lawerworschtkönig (Leberwurstkönig)
gewählt. Die Idee zu dieser Veranstaltung entsprang einem Streit der beiden
Vereine "Freie Mutzfänger Kraftsdorf" und "Brauchtumverein mittleres
Schwarzatal", wer die beste Leberwurst herstellt. Es ist also quasi ein
Wettkampf der beiden Fantasietiere Mutz und Rasselbock.
Um 5 Uhr am Morgen werden die Kessel angeheizt und es wird gemeinsam Leberwurst
hergestellt. Von der fertigen ungewürzten Masse erhalten die beteiligten
Fleischer einen Teil und müssen diesen für den Wettbewerb würzen und abfüllen.
Gekennzeichnet werden die Würste durch unterschiedlich farbige Wurstbänder.

Abfüllen der Leberwurst

Die Leberwürste im Kessel
Von einer sechsköpfigen Jury werden diese Würste dann auf Schnittfestigkeit,
Geschmack, Konsistenz und Geruch geprüft. Über ein Punktesystem wird dann der
neue "Lawerworschtkönig" ermittelt. In diesem Jahr konnte Bürgermeister Günther
Gothe vom Brauchtumsverein den Titel erringen. Im Rahmen des
Lawerworschtkongresses (Leberwurstkongress) wurde bei einem Rekordversuch eine
über 10 Meter lange Leberwurst gefertigt. Die Veranstaltung wurde moderiert vom
Inhaber der Porzellanmanufaktur Uwe Hermann.

Die Rekordwurst schwimmt im Kessel
Zwischen den Programmpunkten blieb Zeit sich das Regionalmuseum "Dampfmaschine"
und das "Sitzendorfer Bauernmuseum" anzusehen. Mit reichlich Leberwurst und
einem Bratwurstteller aus der Manufaktur im Gepäck ging es dann am späten
Nachmittag wieder nach Hause.

Leberwurstkönig 2007, Martin Möller

Die Jury verkostet und benotet

In Abwesenheit des neuen Königs darf
der Zweiplatzierte das Ornat tragen