03.10.2008
3. Bratwurstiade


ie 3. Bratwurstiade in Holzhausen stand ganz im Zeichen Luthers. Und natürlich ging es dabei wieder nur um eines. Um die Wurst.

Von Kerstin FISCHER (Thüringer Allgemeine)

„Aus einem traurigen Arsch fährt nie ein fröhlicher Furz.“ Der für deftige Sprüche bekannte Reformator hätte gestern am Fuße der Wachsenburg sicher seine helle Freude gehabt. Deftige Sprüche wurden zwar nicht geklopft, das hätte wohl schon die Anwesenheit von Thüringens Bratwurstkönig Andreas sowie Bratwurstbotschafterin Claudia Granzow verboten. Dafür fand sich die deftige Speise, die dem spaßigen Wettbewerb den Namen gab, an allen Ecken und Enden des Platzes − auf Wagen, auf Dächern, an Absperrbändern, auf Fähnchen, auf Bannern, auf TShirts, auf Mützen. Und natürlich auf den Brötchen, die zu hunderten über den Platz getragen wurden.



Einmarsch

Bratwurstkönig Andreas I. hält Einzug



"Die Spiele sind eröffnet"

Zum dritten Mal hatten die „Freunde der Thüringer Bratwurst“ um Uwe Keith und Thomas Mäuer in Holzhausen den Wurstwettkampf organisiert. Und bei so viel fleißigen Essern fühlte sich nach den verregneten Vortagen sogar die Sonne wohl und strahlte, als unter der bratwurstiadischen Flamme 15 Teams an den Start gingen. Die trugen Namen wie „Hänsel und Brätel“ (Gotha), „Die knackig Braunen“ (Wölfis) oder „Senfprinzen“ (Jena), und zwischen vielen Neulingen tauchten auch Altbekannte auf.

Wettkampfgeschehen

Dann ging es um die Wurst. Genauer gesagt um „Luther und die Bratwurst“. In vier Wettbewerben war der Reformator zu bedienen, eine Lutherrose durch den Parcours zu rollen, die Thesen anzuschlagen und ein Tintenfass (nach dem Teufel) zu werfen. Die Mannschaften zeigten vollen Körpereinsatz. Besonders die „Maternus Allstars“ (Gotha-Siebleben). Die Sieger der 1. Bratwurstiade und Drittplatzierten des Vorjahres wollten den Titel natürlich wiederhaben und gaben alles. Für tolle Stimmung sorgtendie mitgereisten Fans, die mit Schlachtrufen den Teams ordentlich einheizten. Wobei die lautstarke Forderung „Freibier für alle!“ des Fanblocks der „Suhler Grillzwerge“ zum allgemeinen Bedauern auf taube Ohren stieß. In der Pause waren die Stände mit Handwerk und Thüringer Produkten dicht umlagert, bei den Kleinen standen Streicheltiere und Rodeo hoch im Kurs − auf einer Bratwurst. Am Ende hatte der „Bratwurstclan“ der Bratwurstbotschafterin aus Hirschendorf die Nase vorn und konnte sich über das Spanferkel und ein Fass Bier freuen. Die „Maternus Allstars“ bekamen immerhin die silbernen Bratwurstkränze aufgesetzt, während sich die „Ritter von der Runneburg“ (Weißensee) mit Michael Kirchschlager den 3. Platz erkämpften sowie obendrein den Sonderpreis für das originellste Kostüm. Auf den Sonderpreis für die Mannschaft mit der weitesten Anreise brauchte sich das Team „Zum gulden Stern“ aus Nürnberg keine Hoffnung machen − den eroberten die „Rostritter“ − Austauschschüler aus Costa-Rica, Kolumbien, Neuseeland, Japan und Argentinien. Die Anhänger von
„Muckys Bande“ aus Wenigenlupnitz konnten ihr Team zwar nicht an vorderste Front puschen, aber als bester Fanblock durften sie am Ende mit 300 Bratwürsten die Heimreise antreten. − Womit, da werden die Besucher sicher zustimmen, die 3. Bratwurstiade nach Fortsetzung schreit.

Die Fanblocks kämpften um den Sonderpreis

Ritt auf dem Bratwurstredeo der Fa. Wolf

Dritter Platz: Ritter von der Runneburg - Weißensee

Zweiter Platz: Maternus Allstars - Gotha-Siebleben

Bratwurstiadesieger 2008: Bratwurstclan - Hirschendorf

 

Bilder (Album Bratwurstmuseum)

Bilder (Diashow Freies Wort)

Bilder (Diashow Thüringer Allgemeine)

Ergebnisse

 
Links zum Thema
Bratwurstiadesieger:
Hirschendorfer Bratwurstclan
2.Platz
Maternus-Allstars
3. Platz und bestes Kostüm:
Ritter von der Runneburg