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08.09.2007
Propst von Siebeleben in der Liebfrauenkirche
Der Bratwurst-Propst
m
hohen Schiff der Liebfrauenkirche begrüßt neuerdings eine historische Figur im
Mönchsgewand die Gäste. Propst Johann von Siebeleben, der im Arnstädter
Jungfrauenkloster für die Ersterwähnung der Thüringer Bratwurst im Jahre 1404
gesorgt haben soll, informiert über die Geschichte von Thüringens Leckerbissen
Nummer 1.

Gestaltet hat den Propst der Figurenkünstler Ralf Nowak vom Erfurter
Naturkundemuseum. Idee und Auftrag stammen vom Verein der Freunde der
Thüringer Bratwurst mit Sitz in Holzhausen, die ihrem Schutzpatron in der
Liebfrauenkirche ihre Aufwartung machten. Dabei schlüpften auch die
Vereinsmitglieder Thomas Mäuer, Holger Sichardt und Bernd Knierenschild in
historische Gewänder. Mit Propst Johann von Siebeleben, Metzgermeister Huldreich
Jakobi und Geselle Hans Wurst war das Bratwurst-Dreigestirn komplett zur Stelle.
Pfarrer Hans-Gerhardt Sekes hieß die Figur des Propstes und seine Begleiter im
Gotteshaus herzlich willkommen und wies auf die historische Verbindung hin, da
im Jahre 1307 das Nonnenkloster vom Walpurgisberg zur Liebfrauenkirche verlegt
worden war. Am Denkmaltag, berichtete er, hätten bereits viele Besucher sich für
Johann von Siebeleben, der wahrscheinlich im Jungfrauenkloster die berühmte
Bratwurstrechnung selbst abgefasst hat, und die dazu aufgestellten
Geschichtstafeln interessiert.

Zu
sehen ist der Bratwurst-Propst nach Gotha-Siebleben auf seiner zweiten
Lebensstation in Arnstadt in der Liebfrauenkirche noch bis Ende September zu den
bekannten Öffnungszeiten (Montag bis Samstag 11 bis 15 Uhr, Sonntag 14 bis 16
Uhr), bevor er dann im Holzhäuser Museum aufgestellt wird.
Hingewiesen sei an dieser Stelle bereits auf die Eröffnung des Wanderweges "Vom
Bier zur Bratwurst" am 23. September sowie auf die zweite Bratwurstiade am 3.
Oktober, bei der mehrere Mannschaften wieder in lustigen Wettkämpfen antreten
werden.
Jochen
THIELE
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