17.08.2007
Unser Bratwurst-Marathon-Mann

er glaubt Bratwurst und sportliche Höchstleistungen seien Gegensätze, muss sich nur unser Vereinsmitglied Michael Seever ansehen, um das Gegenteil vor Augen zu haben. Somit unsere These:



Thüringer Bratwürste sind (natürlich in Maßen) eine gute Grundlage für sportliche Ambitionen.

Im Folgenden ein kurze Schilderung der letzte Höhepunkte unseres Marathon-Mannes Michael Seever:

 

Marathon -Supermarathon-Ultra


„Aller guten Dinge sind drei“ lautet ein altes Sprichwort. Diesem folgend, habe ich am 1. April, am 19. Mai und am 7.Juli 2007 diese Läufe absolviert, kurz vor bzw. nach meinem 59.Geburtstag und ohne jemals vorher solche „Kanten“ gelaufen zu sein. Seit ca. 1,5 Jahren im Training, begann ich im Januar 2007 mit der gezielten Vorbereitung des Freiburg-Marathons am 1.4.2007 nach einem Trainingsplan von Herbert Steffny, Deutschlands Spitzenlangstreckler vergangener Jahre, den dieser in seinem „Das große Laufbuch“ für eine Endzeit von 3:45h geschrieben hatte. Das milde Winterwetter begünstigte das Training, sodass ich mit weit über 700 Trainingskilometern eine Supervorbereitung hatte. Unterstützt haben mich dabei mein Lauffreund Manfred Kretzschmar und alle anderen Freunde vom Lauftreff Alteburg in Arnstadt. Der Freiburg-Marathon verlief optimal, zusammen mit Manfred, der auf eine bessere Zeit verzichtete und mir als „Schrittmacher“ beistand, liefen wir die erste Hälfte in 1:37h sehr zügig an. Leichte Probleme mit der linken Ferse ließen mich in der zweiten Runde etwas vorsichtiger werden, so das ich nach 1:49h dann eine Endzeit von 3:26:22h als Debütant erreichte. Platz 411 von über 2000 Teilnehmern und Platz 11 in der Altersklasse bei 90 Startern brachte der Lauf ein. Das lag auch an der tollen Stimmung mit 42 Bands an der Strecke, einer durchgängigen beifallsfreudigen Zuschauerkulisse und optimaler Streckenversorgung sowie am Superwetter. Das der „Tüchtige auch Glück hat“, zeigte sich am Abend, als wir durch Zufall in die Gaststätte gelangten, in dem das Organisations- und Helferteam den erfolgreichen Tag mit einer zünftigen Fete ausklingen ließ. Die gastfreundlichen Freiburger luden uns kurzerhand zum Mitfeiern ein, und wir ließen uns die lokalen Spezialitäten und das Bier schmecken. Nach diesen 42,195 km wollte ich eigentlich so schnell keine größeren Strecken wieder laufen. Das Training habe ich dementsprechend „moderat“, ohne zu lange Läufe, gestaltet. Doch als der Rennsteiglauf 2007 immer näher rückte, entschloss ich mich einen Tag vorher zum Nachmelden für den Supermarathon, 72,7km von Eisenach bis Schmiedefeld. Vorsichtshalber sagte ich niemandem etwas von meinem Vorhaben, lief nur mal 10km in einer Zeit von 6:15min pro Kilometer, gewissermaßen als „Tempoprobe“ für den Lauf. Dieses Tempo habe ich dann auch ohne Probleme durchgehalten und mit 7:32:44h Gesamtplatz 320 von 1800 Startern und in der Altersklasse 55 Platz 17 von 156 Konkurrenten erreicht. Auf den Geschmack gekommen, meldete ich genauso kurz entschlossen einen Tag vor dem „Thüringen-Ultra“ über 100km von Fröttstädt durch den Thüringer Wald. Auch hier habe ich meinen „Laufplan“, eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 6:30min pro km fast minutiös durchgehalten und bin mit 3Minuten „Vorsprung“ vor meiner Zeitvorgabe in 10:47:03h ins Ziel gekommen. Damit war ich 25. von 118 Startern und habe in der Altersklasse 55 Platz 1 belegt. Diese beiden superlangen Läufe waren so toll organisiert, dass ich sicherlich, Gesundheit vorausgesetzt, auch mit 60 Jahren noch mal an den Start gehen werde.

Freiburg-Marathon 01.04.2007

 

 
Manfred Kretzschmar 673 und Michael Seever 383 in bester Stimmung nach ca. 23 km
 

 

 

 

 


Michael Seever (383) beim Zieleinlauf nach 3:26:22 h, daneben die Halbmarathonläufer, erkennbar an der anders gestalteten Startnummer






 

 

Rennsteiglauf 2007

 


 

Nach ca. 20 km war ich noch in „bester Gesellschaft“

 

 

 

 


 

Geschafft - ( 1739) nach 7:32:44h waren 73 km in Schmiedefeld vorüber, in der rechten Spur die Marathonläufer, die aus Neustadt kamen








 

Thüringen Ultra 2007

 

So einsam war es nicht immer, hin und wieder lief doch ein „Gesprächspartner“ vorbei oder wurde von mir überholt.
 

 

 

 

 

 

 

Im Gesicht die Freude, in der rechten Hand den eigenen „Zeitplan“, 100 km waren nach 10:47:03 Stunden geschafft- danach Duschen, Massage, BRATWURST und Bier!
 

 

 

 

 

 

August 2007 - Michael Seever