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02.12.2007
Bremer
Bratwurstimpressionen

in
verlängertes Wochenende in Bremen gab uns die Gelegenheit die Bremer
Bratwurstkultur rund um den Weihnachtsmarkt zu beobachten. Bremen und Bratwurst
haben zuerst einmal die ersten beiden Buchstaben gemeinsam. Die Ambivalenz zum
Grundmaterial der meisten Bratwürste, dem Schwein, zeigt sich bereits am Eingang
der Fußgängerzone in der Sögestraße. Söge ist der plattdeutsche Ausdruck für Sau
- die Sögestraße war früher der Sauenweg. Hier haben die Bremer ihre Schweine
hinaus aus der Stadt auf die Weiden getrieben. Heute erinnert daran nicht nur
der Name, sondern auch eine Skulpturengruppe, die gleich am Anfang der Straße
steht. Die Schweinegruppe aus Bronze gibt es seit 1974. Die damaligen Kaufleute
haben sie der Stadt geschenkt. Der Künstler Peter Lehmann hat die Figuren
geschaffen. Damit wollte er jedoch nicht nur die Sögestraße und ihre Geschichte
dokumentieren, sondern auch das Treiben in der Fußgängerstraße symbolisieren.

Erster Bratwurststand war der Stand der
Firma Stockhinger, des Bremer Lokalmadators, wenn es um Bratwürste geht. Auf dem
Weihnachtsmarkt gab es Rossbratwürste (Fa. Sonnenberg - Neuhaus), also
Bratwürste vom Pferd, oberbayrische grobe Bratwürste und diverse andere Sorten.
Der Weg führte uns dann zur Schlachte in der Bremer Altstadt, der historischen
Uferpromenade an der Weser. Dort waren neben Wildschweinbratwürsten, solche vom
Elch zu verkosten. Die Elchbratwurst besteht, nach Aussagen des Standpersonals
aus 30% Elchfleisch und 70% Schweinefleisch. Im Bahnhofsgebäude gab es
schließlich noch eine Bisonbratwurst, die als Wildrind-Rostbratwurst
ausgezeichnet war. Insgesamt also eine beeindruckende Vielfalt an
Bratwurstarten.


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